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Der Apfel und seine Blüte (malus domestica)


Der Frühling ist eine Zeit des Erwachens, in der die Natur in all ihrer Pracht erblüht. Unter den vielen Schätzen, die diese Jahreszeit bereithält, sind die zarten und duftenden Blüten des Apfelbaums besonders hervorzuheben. Ihre süßen und floralen Aromen verzaubern unsere Sinne und laden uns ein, die Schönheit des Frühlings in vollen Zügen zu genießen.



Ein paar Fakten:

Es gibt ca. 40-50 verschiedene kultivierte Arten. Davon finden wir lediglich eine ganz kleine Auswahl in den Supermärkten. Einige Arten gibt es nur in China (ca. 15)

Der Apfelbaum gehört zu den Rosengewächsen daher gibt es auch Sorten, deren Äste mit dornen versehen sind.


Immer wenn ich den Apfelbaum in seiner vollen Pracht bei einem Frühlingsspaziergang entdecke und seine Blüten im Detail bewundere, fallen mir die unzähligen Mythen und Sagen ein, die sich seit Jahrtausenden in vielen Kulturen wiederfinden. Von der biblischen Geschichte von Adam und Eva bis hin zu den nordischen Sagen um die Äpfel der Unsterblichkeit - der Apfel fasziniert und inspiriert die Menschheit seit jeher. Tauchen wir also ein in die Mythologie des Apfels und entdecken wir seine tiefere Bedeutung.


Geschichte & Mythologie

Der Apfel in der Bibel: Der Baum der Erkenntnis:

Die Geschichte von Adam und Eva im Paradies, verbunden mit dem Apfel, ist vielen aus dem Religionsunterricht bekannt. In der christlichen Tradition wird der Apfel oft mit der Vertreibung aus dem Paradies in Verbindung gebracht. Gemäß der biblischen Erzählung verführte die Schlange Eva dazu, vom Baum der Erkenntnis zu essen, was zum Sündenfall führte. Seitdem wird der Apfel häufig als Symbol für Versuchung & Erkenntnis.


Der goldene Apfel in der Mythologie Streit und Liebe In der griechischen Mythologie spielt der Apfel eine zentrale Rolle in der Geschichte des Trojanischen Krieges. Eris, die Göttin der Zwietracht, warf einen goldenen Apfel mit der Aufschrift "Für die Schönste" unter die Göttinnen Hera, Athena und Aphrodite. Dies führte zu einem Wettstreit um den Apfel, der letztendlich Paris dazu veranlasste, Aphrodite den Apfel zuzusprechen und somit die Liebe der schönen Helena zu gewinnen, was den Beginn des Trojanischen Krieges markierte.


Die nordische Mythologie: Äpfel der Unsterblichkeit In den nordischen Sagen werden Äpfel oft mit Unsterblichkeit und Jugendlichkeit in Verbindung gebracht. Die Göttin Idun ist die Hüterin der Äpfel der Jugend, die den Göttern Unsterblichkeit verleihen. Diese Äpfel symbolisieren die ewige Jugend und Vitalität, die von den Göttern begehrt wird.


Der Apfel als Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit In vielen Kulturen wird der Apfel auch mit Liebe und Fruchtbarkeit assoziiert. In alten Hochzeitsbräuchen wurde das Brautpaar mit Äpfeln beschenkt, um ihnen eine fruchtbare Ehe zu wünschen. Darüber hinaus wird der Apfel oft als Geschenk der Liebe betrachtet, das sowohl Zuneigung als auch Bewunderung ausdrückt.


In verschiedenen Märchen wie Schneewittchen, Einer der auszog das Fürchten zu lernen, Die weiße Schlange, Dornröschen, Die goldene Gans, u.v.m. hat der Apfel eine besondere Bedeutung. In allen Märchen ist er das Sinnbild für Leben und Tod, für Liebe und Romantik, für Lebenskraft und Heilung, für Magie und Zauberkraft, für Erkenntnis und Wissen .

Insgesamt ist der Apfel in Märchen ein vielschichtiges Symbol, das verschiedene Bedeutungen und Interpretationen haben kann. Seine Symbolik hängt oft von der spezifischen Handlung des Märchens und den kulturellen Überlieferungen ab, die es inspiriert haben.


Symbolik & Bedeutung

Symbol u.a. für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Weiblichkeit, Weisheit, Unsterblichkeit und Vollkommenheit. – Reichsapfel als Krönungssymbol des Königs.


Fruchtbarkeit und Lebenskraft In vielen Kulturen symbolisiert der Apfel Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Sein runder, üppiger Körper und seine saftige, fleischige Textur verkörpern das Leben selbst. In alten Hochzeitsritualen wurden Äpfel als Segenswunsch für eine fruchtbare Ehe überreicht, und auch heute noch werden sie oft mit Fruchtbarkeit und Wohlstand in Verbindung gebracht.


Versuchung und Erkenntnis Eine der bekanntesten Interpretationen der Apfelsymbolik findet sich in der biblischen Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden. Der Apfel vom Baum der Erkenntnis repräsentiert die Versuchung und den Verlust der Unschuld. Er steht für den Moment, in dem der Mensch seine Unwissenheit gegen die Erkenntnis eintauscht und die Konsequenzen seiner Handlungen erkennen muss.

Liebe und Zuneigung Der Apfel wird oft als Symbol der Liebe und Zuneigung betrachtet. In der griechischen Mythologie spielte der goldene Apfel eine zentrale Rolle im Wettstreit um die schönste Göttin, und auch in Märchen und Volkssagen wird der Apfel häufig als Geschenk der Liebe verwendet.


Der Apfel und die Kelten: Der Apfel war für die Kelten ein Symbol für Fruchtbarkeit, Erneuerung und Überfluss. In vielen keltischen Geschichten und Mythen wird der Apfel als heilige Frucht angesehen, die mit den Göttern und göttlichen Kräften verbunden ist. Er wurde oft als Gabe der Götter betrachtet und spielte eine Rolle in keltischen Ritualen und Zeremonien.

Ein bekanntes Beispiel ist die keltische Göttin Avalon, die oft mit einem Apfel in Verbindung gebracht wird. Avalon wird manchmal als "Insel der Äpfel" interpretiert, was auf eine reiche, fruchtbare Landschaft hinweist. Sie wird auch als Hüterin der Anderswelt angesehen, in der ein mystischer Apfelbaum wächst, der unsterbliche Früchte trägt.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Äpfel in keltischen Brauchtümern und Feierlichkeiten eine Rolle spielten. Zum Beispiel wurden Äpfel manchmal als Opfergaben in heiligen Stätten platziert oder in keltischen Hochzeitszeremonien verwendet, um Fruchtbarkeit und Glück zu symbolisieren.

In der keltischen Kunst finden sich auch viele Darstellungen von Äpfeln, sowohl auf kunstvoll verzierten Gegenständen als auch in künstlerischen Motiven wie Wandteppichen und Wandmalereien. Diese Darstellungen vermitteln oft eine tiefe Wertschätzung für die Schönheit und Symbolik des Apfels in der keltischen Kultur.


In der Geschichte geht man davon aus, dass Kelten den Apfel mit auf "ihre Reisen" nahmen. Da er leicht und vor allem lange haltbar ist und über alle wichtigen Nährstoffe verfügt, stellte er das ideale Alleinnahrungsmittel dar..


Volksmedizin

In vielen Kulturen auf der ganzen Welt werden Äpfel als ein vielseitiges Naturheilmittel geschätzt, das dazu beitragen kann, die Gesundheit zu fördern und verschiedene Beschwerden zu lindern.

In der Heilkunde gilt der Apfel als Lebensbaum.


Der Apfel wurde und wird oft mit Gesundheit und Wohlbefinden assoziiert. "An apple a day keeps the doctor away" lautet ein bekanntes Sprichwort, das die gesundheitlichen Vorteile des regelmäßigen Verzehrs von Äpfeln betont. Ihr hoher Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien macht sie zu einem Symbol für ein gesundes und ausgewogenes Leben.


Aber ich erinnere auch eine wundervolle Kursteilnehmerin - eine Ärztin, dich den Satz mit folgenden Worten fortsetzte: "But if the doctor is cute, forget about the fruit." :)


Der Apfel ist hilfreich bei:

Verdauungsbeschwerden, Immunstärkung, für die Stärkung des Herzens (physisch und emotional), er wirkt entgiftend, vitalisierend von Körper und Geist, Haut regulierend, wirkt der Hautalterung entgegen, bei Akne und für frischen Teint.

Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit, wenn meine Oma mir bei Verdauungsbeschwerden immer einen Apfel in Stücken oder geschabt gab. Ihre traditionelle Heilmethode war nicht nur wirksam, sondern entfachte auch meine Neugierde für die heilende Kraft der Natur.


Ich persönlich finde, dass der Apfel mit nur ein paar wenigen Kalorien die beste Zwischenmalzeit überhaupt ist.


Der Apfel als Räucherwerk - eine paradiesische Räuchermischung.

Der Apfel ist ein Rosengewächs und wird daher auch den Göttinnen Freya, Venus und Aphrodite zugeordnet. Er ist, wie schon beschrieben, ein Sinnbild der Liebe.

Seine Blütenblätter* (vorsichtig ernten und an die Früchte denken) verströmen einen angenehm lieblichen Duft, während das Holz ein bisschen kräftiger und herber kommt. Die Kerne lassen sich genauso gut verräuchern, wie die getrockneten Blätter. Grundsätzlich hat alles einen bestimmten Grundton, der jedoch merkbar variiert.

Der Oberknaller ist die Schale. Und diese muss man noch nicht mal getrocknet haben. Sie lässt sich hervorragend auf Kohle mit Sand ganz sachte verduften und erwärmt sofort unser Gemüt. Er hüllt uns ein in einen samtigen Mantel aus Liebe und Zuversicht. Als würde uns das Paradies selbst umarmen. wir erinnern uns sofort an den Duft von Weihnachten, an wohlige, nährende und kindliche Träume.

Genaugenommen ist der Apfel in mit jeder Faser verräucherbar: ob die Blätter, das Holz, die Samen oder die Früchte. und du kannst eine ganze Räucherkomposition nur aus den verschiedenen Teilen des Apfels und Baums herstellen. Ich liebe das!


Ich wünsche dir eine schöne Frühlingszeit mit vielen tollen Blüten und Naturbegegnungen.


Deine Ingrid







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